Keilig und Bog gehen „fremd“

Die HAIGO Rennfahrer Silvio Keilig (Estonia 21) und Henry Bog (Lada 2101) waren in Schleiz zum „9. Sparkassen Classic Grand Prix“ auf dem Schleizer Dreieck, statt mit vier, mit drei Rädern unterwegs. Sie starteten im Seitenwagen im „KLAMO ClassicSidecar Cup“ in der Klasse K5. Ihr gefährt war ein LCR Yamaha R1 mit 220 PS aus dem Jahre 1984. Das Fahrzeug wurde bis 2010 im Einsatz und nun zum zweiten Mal von den beiden Formel bzw. Tourenwagenpiloten am Start. Immerhin startete man mit der Traditionsstartnummer 24. Im Training holten sie Rang 16. Im Rennen dann aber lief es wesentlich besser. Am Ende kamen sie auf dem Zwölften Rang am Sonnabend ins Ziel. Das war Rang drei in ihrer Klasse.

Silvio Keilig: „Das ist richtig anstrengend. Kein Vergleich zum Formel Fahrzeug. Mir tat ab Runde drei dermassen die Hand weh, das ich kaum noch die Kupplung ziehen konnte. Die paar Runden ist wie 50 Runden im Formel-Rennwagen. Es war anstrengend und machte Spass“ und ein ebenfalls etwas fertiger Henry Bog fügte hinzu: „Es war einfach toll. Die Serben vor uns fielen schon in der Warm up Lap mit einem platten Hinterrad aus. Das war gut für uns. Hätte aber nie gedacht, das das derart an die Substanz geht. Auch als Beifahrer.“
2015 will Keilig dann kürzer treten „10 Jahre lang bin ich jedes HAIGO Formelrennen mit gefahren, aber 2015 … naja, ganz ohne Rennfahren wird es aber sicherlich auch nicht gehen.“

Ihre schnellste Runde fuhren sie in 2:20.675, was 95.531 km/h bedeutet. Im zweiten „Gold Race“ waren sie mit 2:17.301 (97.043 km/h) noch schneller, fielen aber nach vier Runden aus.