Eine faire Partnerschaft

Die äußeren Umstände, die zu dieser Veranstaltung am 02./03.10.2011 auf dem Lausitzring im Vorfeld zu Tage traten, waren alles andere als positiv. Es gab ein wochenlanges hin – und her, niemand konnte oder wollte eine Garantie abgeben, aber am Ende siegte dann doch noch der Motorsport.

Einzig und allein der Interserie e.V. und vor allem dem Spremberger Peter Voigt, war es zu danken, dass die HAIGO ein so schönes Finale erleben durfte. Petrus hat in diesen Herbst sein Liebe zur Sonne entdeckt, denn anders kann man es sich nicht erklären, dass in der Lausitz drei Tage das schönste Rennwetter herrschte.

Nach den freien Trainings am Samstag – Vormittag, war dann 11:40 Uhr das Qualifying der Formel dran und schon da zeigte es sich, dass auch zum letzten Rennen des Jahres, noch einmal alle Register gezogen werden. In keiner der drei HAIGO – Klassen, standen die Klassensieger fest und so wurde wieder richtig gepokert und bei manchem lagen die Nerven blank. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, die ersten vier der Formel Mondial, lagen alle in eine Sekunde. Das waren Wilms, Opitz, Hoffmann und Tanzmann und nur wieder eine Sekunde dahinter lauerten Thalmann und Kuul.

Bei der Easter war die Situation ähnlich, den Worm jun. musste unbedingt ankommen, sonst hätten ihn Hennig oder Jakob den Sieg noch streitig gemacht.

Wilms gewann das erste Rennen souverän von der Pole, aber Hoffmann ließ ihn nicht aus den Augen.

Mit Hoffman und Tanzmann, scheinen sich zwei auf den Weg gemacht zu haben, die es unbedingt schaffen wollen, dass der Siegeszug des Nil-Holger Wilms bald ein Ende hat. Hinter Tanzmann folgten Opitz, Thalmann, Kuul und Schwarze. Eben diese vier, liefen nach dem Rennen ein wenig traurig im Fahrerlager umher, weil sich niemand so richtig erklären konnte, warum es nicht schneller ging.

In der kleinen Klasse sorgte Worm jun. mit einer ganz disziplinierten Vorstellung dafür, dass nichts mehr anbrennen konnte und kam sichtlich glücklich hinter Henning ins Ziel. Damit hatte er den Klassensieg in der Tasche und konnte ganz ruhig dem zweiten Rennen entgegen sehen. Zu meiner Freude schaffte es, der im Moment unheimlich gestresste Peter Benz auf Platz drei, denn sein neues Geschäft lässt ihm kaum noch Zeit zum Luft holen. Dass er es trotzdem immer wieder hin bekommt, mit dabei zu sein, nötigt allen Respekt ab. Ganz erstaunlich war auch der Auftritt von Marko Wollenberg, der gute Marko scheint im Moment den richtigen Knopf gefunden zu haben, denn plötzlich fängt er an Rennen zu fahren.
Bei den Tourenwagen lief die ganze Sache ähnlich ab, denn der Schleizer Krings und sein Samara, haben eigentlich keinen Gegner ernsthaft zu befürchten. Dahinter allerdings, wird die Luft schon ganz schön dünn. Denn neben der „Familie“ Berger, taucht jetzt plötzlich auch noch Weißenborn mit vorn auf und so haben Fischer und Georg alle Hände voll zu tun, dass die Kirche im Dorf bleibt. Das Rossner, mit seinem 2105, mit ein wenig Glück das „Ding“ für sich entscheiden konnte, dass bezweifelte niemand. Aber die gute Fee ließ ihn an beiden Tagen erbarmungslos zittern. Zu aller Freude, macht der „Neue“ bei den Tourenwagen eine recht gute Figur. Die Rede ist von Andreas Taudte, der mit seinem neu erworbenen Samara, an beiden Tagen gut ins Ziel kam und sich mit Werner Liebers wunderbar duellierte. Am Ende sah dann aber alles ganz anders aus, denn Weißenborn siegte vor Rocco Berger und Jens Fischer.

Das Peter Voigt am Samstag – Mittag ein Programm auf dem Lausitzring organisiert hatte, dass es eine Freude war, dabei gewesen zu sein. Mit Spielmannszügen, Schallmaienkapelle, Salutschüssen und am Ende noch ein gewaltiger Schuss aus einer alten, aber sehr lauten Kanone, waren sehenswert. Danke Peter Voigt, danke Friedrich Dudichum, wir drücken euch für 2012 beide Daumen.

Am Sonntag ging es etwas später los, aber das ganze Programm lief komplett noch einmal durch.
Nur die Vorzeichen waren etwas anders, denn bei der Mondial hatte plötzlich schon, die von mir angekündigte „Wachablösung“ begonnen. Auf der Pole stand nicht Wilms, sondern Tanzmann, gefolgt von Hoffmann, Opitz und dann Wilms. Dahinter dann Thalmann, Schwarze, Kuul, Wolters und Koitsch. Zwischen Hoffman und Koitsch lagen nur 3,9 Sekunden und nur Tanzmann hatte ein kleines Polster von 0,4 Sek. zu Hoffmann. Das konnte ja was werden, Wilms legte einen Bombenstart hin und ließ keinen Zweifel aufkommen, wer hier der „Herr“ im Feld ist. Tanzmann führte das Feld in der ersten Runde noch an, aber Wilms hatte schon „Tuchfühlung“ aufgenommen. Dahinter wechselten Opitz und Hoffmann an jeder Ecke die Positionen, Kuul und Thalmann hielten Sichtkontakt zur Spitze.
In Runde drei führte dann Wilms vor Tanzmann und Opitz hatte wieder mal die Nase vor Hoffmann.
In Runde drei fehlte Tanzmann und Wilms war auf Siegeskurs programmiert.
In Runde neun, kamen sie in der Reihenfolge Wilms, Hoffmann, Thalmann, Kuul, Opitz, Braun und Wolters bei mir vorbei und plötzlich sah ich, dass „ROT“ draußen war. In der Sprecherkabine sind die Scheiben getönt und Lärmgedämmt und so hatte ich es zu spät bemerkt. Was war passiert, im „S“ vor der Einfahrt auf das Oval, hatte der MT von Hennig einen Motorschaden und der „gute“ Michael war der Meinung, bis in die Boxengasse schaffe ich es noch. Ein fataler Irrtum, den der kleine Wolters rutschte auf der Ölspur aus und entging dem Einschlag in die Mauer nur um Zentimeter. Der Rennleiter kann im „Racecontrol“ alles genau sehen und entschied sich 3.20 Min. vor Rennende, zu einem Rennabbruch. Ohne Diskussion, er entscheidet das ohne Wenn und Aber, denn die Sicherheit der Fahrer geht vor. Das bei Rennabbruch immer die vorherige Runde für die Wertung zählt, dass ist nun mal Gesetz. Aber das konnte niemand ahnen und so entstand eine Siegerehrung, die ein wenig dem Zufall geschuldet war. Denn in Runde acht, war die Reihenfolge Hoffmann, Wilms, Kuul, Thalmann, Opitz, Dr. Braun und Wolters. So standen sie dann auch auf dem „Treppchen“ und waren alle irgendwie, ein wenig irritiert. Das sie dabei von der Gräfin „Jutta von Kittlitz“ ihre Pokale erhielten, schienen sie gar nicht zu bemerken. Streckensprecher Lutz Weidlich und mir, ging es ebenso und sicher waren wir uns in diesen Minuten nicht. Durch eben diese Wertung mit einer Runde zurück, kam sogar der Verursacher noch auf Platz zwei, weil da ja sein MT in dieser Runde noch „gesund“ war. Der Einlauf der Easter war Wom jun, Hennig und Jakob und so werden sie auch am 12.11.2011 in Oschersleben zur Meisterehrung ganz oben stehen.

Das Qualifying der Tourenwagen sah Rocco Berger auf der Pole, vor Georg und Fischer. Der gut aufgelegte Weißenborn, musste sich mit Platz fünf, hinter Rossner begnügen. Dafür drehte er aber dann im Rennen gewaltig auf und „wühlte“ sich bis auf den Platz an der Sonne vor. Dadurch das Rocco Berger mit Schaden an der Benzinpumpe unterwegs liegen blieb, konnten Georg und Fischer nicht mehr viel tun. Ich bin ja mal gespannt, wenn im nächsten Jahr Krings mit seinem neu restaurierten Zastava und Sebastian Dross mit seinem 2101, wieder ins Geschehen eingreifen, wie dann die Karten gemischt werden. Einlauf nach zwanzig Rennminuten – Weißenborn (2101), Georg (Samara) Fischer (Samara). Wie am Anfang erwähnt, war dem Kai-Uwe Rossner die „Fee“ am Ende doch noch hold und nach einem Dreher, der im Kissbett endete, kam er mit Rundenrückstand wieder ins Rennen zurück, in Wertung ins Ziel und wurde „Meister“. Herzlichen Glückwunsch, dass hätte auch schief gehen können.

Die „verflixte“ siebente Saison ist vorbei, alles ist gut gegangen, die neuen Termine sind auch schon da und nun kann die ganze „Truppe“ feiern. Wir, Anett und ich, sind stolz darauf, dass die HAIGO wieder ein erfolgreiches Jahr beenden kann. Vielleicht stabilisieren sich die Tourenwagen in 2012 und werden so stark wie die Formel, dann sind wir auch finanziell gut abgesichert.

Stromhardt Kraft und Anett